Kritischer Faktor Marketing?

Ein weiteres Mal hat der Blog von Phillipp Reisener wichtige Neuigkeit für Sie in petto: Das Consulting-Unternehmen Keylens veröffentlichte kürzlich eine Studie über Unternehmens-Marketing. Die eruierten Ergebnisse wurden unter dem Titel “Lost in Marketing” der Öffentlichkeit präsentiert. Ein Titel, der kein Stirnrunzeln, sondern zum Nachdenken anregen sollte.

Aufgrund einer Vielzahl von zur Auswahl stehenden Kommunikationskanälen, Marketing-Maßnahmen sowie Daten geraten Unternehmen unter Druck. Die Fülle an Entscheidungsmöglichkeiten führt zu ineffizienten Entscheidungen, welche sich wiederum auf alle Bereiche Unternehmens nachteilig auswirken. Dr. Jörg Meurer, Managing Partner von Keylens, stellt in seiner Analyse fest, dass es derzeit vier Gründe für die “Effizienzfalle Marketing” gibt: Neben klar definierten Vorgaben zur Planung, der Verwendung von etablierten Methoden zur Regulierung der Performance seien eine mangelnde Unterstützung sowohl im Tagesgeschäft als auch im Unternehmen selbst die Effizienzkiller schlechthin.

In circa 75 Prozent aller in Deutschland ansässigen Unternehmen steht ein effiziente Marketing an erster Stelle der Agenda, so das Ergebnis der aktuellen Studie. Mit der daraus resultierenden Kostensenkung geht in den Chefetagen der Gedanke einer Umsatzsteigerung einher. Diese Professionalisierung aller vorhanden bzw. notwendigen Marektingwerkzeuge kostet viel Geld. Geld, das in der Budgetierung bei zwei von drei Unternehmen nicht vorgesehen ist. Kennzahlensystem? Fehlanzeige! Die zweifelhafte Mission “Lost in Markting” ist bereits ist rund 80 Prozent aller Unternehmen gestartet. Dabei sollte doch jedem Unternehmen eigentlich klar sein, dass es keine Universalformel gibt und niemals geben wird.

Wichtig ist es, Mut zur Lücke zu bekennen und entscheidende, längst überfällige Fragen aufzuwerfen. Fundamentale Fragen, wie zum Beispiel “Was ist wichtig?” oder “Welches (Teil-)Ziel soll erreicht werden?”, sind Ausgangspunkt aller Marketingstrategien. Des Weiteren müssen Unternehmen Vertrauen zu ihren Marketing-Tools entwickeln, diese kennen und entsprechend wertschätzen. Dr. Meurer ist diesbezüglich überzeugt davon, dass eine kontinuierliche Verbesserung bestehender Prozesse und Methoden sowie die Beseitigung von Defiziten die vorerst beste Lösung sei.