Das große Treffen in Köln

Falls noch jemand es nicht geglaubt hat, wird er es anhand der vielen Konferenzen zum Thema deutlich erkennen: Das online Marketing ist die wichtigste Wachstumsbranche. Diese Entwicklung hätte vor 10 oder sogar vor 6 Jahren noch niemand in dem Umfang für möglich gehalten. In manchen Bereichen verzeichnen die Online Verkäufe gigantische Zahlen. Man könnte fast sagen, dass “normales” Einkaufen gestern war.

Wer sich bei Philipp Reisener informiert, wird sehen, dass eine Vielzahl von Domains weltweit besteht. Jeder versucht, ein Stück vom Kuchen abzubekommen, und dies mit immer subtileren und komplexeren Mitteln. Um die “Player” auch einmal zusammen zu bringen, und dies real und nicht virtuell, finden interessante Konferenzen statt, bei denen die Teilnehmer immer auch einen Blick in die Zukunft werfen können.

Die online Marketing Conference, die Anfang September in Köln, ganz atmosphärisch auf der MS Rhein Energie, statt findet, ist so ein Event. Informationen austauschen, Meinungen kundtun, neuste Trends erfahren und dabei einen Eindruck gewinnen, wie es um das online Marketing aktuell bestellt ist: Das sind die Erwartungen, die die Teilnehmer auch zu dieser Veranstaltung führen.

Ein faszinierendes Gebiet, das online Marketing, bei dem sich vor allen Dingen auch alle, die noch neu in dem Geschäft sind, mit Inspirationen und ein bisschen Insiderklatsch versorgen können. Inspirationen, wo es um ein knallhartes Geschäft geht? Genau, denn gerade im Bereich des online Marketings geht es um Kreativität, um Webdesign, das auffällt, um neue Wege, die Kunden anzusprechen. Und hier verändert sich ständig alles. Was gerade noch der neuste Hit war, ist schon jetzt etwas altbacken. Mithalten zu können, ist essentiell. Wer es ruhig und betulich liebt, sollte eben einen Krämerladen in einem Dorf betreiben!

Aber alle, die das Web nutzen, um dort ihre Geschäfte erfolgreich abzuwickeln, sollten sich auf Dynamik und Innovation einstellen. Auf nach Köln also, viele tolle Ideen warten!

Ein neuer Trend: Keyword basierte Display-Werbung

Künftig soll das Online Marketing noch effektiver funktionieren, denn immer mehr Agenturen entdecken einen Trend aus den USA auch hier in Europa und Deutschland für ihre Kunden: Die Keyword basierte Display-Werbung. Auf diese Weise lassen sich nun auch Banner über die Schlüsselbegriffe den gewünschten Umfeldern zuführen. Die Vermarktung im Netz soll auf diese Weise deutlich effektiver werden können.

Keyword basierte Display-Werbung: Das Konzept im Detail
Die Idee hinter der Keyword basierten Display-Werbung ist relativ simpel: Die Werbung muss zu dem Schlüsselbegriff, wegen dem ein User einen bestimmten Artikel liest, passend sein. Eine Nachricht über die Eurokrise könnte zum Beispiel von einem User angesteuert worden sein, der nach “Euro” gesucht hat, und von einem anderen, der sich für “sichere Geldanlagen” interessiert. Der neue Trend setzt in diesem Fall auf das sogenannte Real-Time-Bidding-Verfahren (RTB). Die Werbeagentur der Seite scannt diese und sieht, welches Keyword in dem Artikel den Konsumenten auf die Seite geführt hat. In Echtzeit liefert das System sofort Banner aus, die zu den Keywords passen: Person eins erhält so möglicherweise eine Werbung für eine Wirtschaftsanzeige, während Person zwei eine Anzeige von einer Bank sehen könnte.

Der Vorteil: Personalisierung
Der Vorteil ist es, dass die Seiten im Netz durch dieses Verfahren die Werbung für den einzelnen Besucher personalisieren können. Bislang gab es zwei Verfahren, nach denen die Banner erstellt wurden: Entweder waren es Produkte, die dem durchschnittlichen User der Seite gefallen sollten, oder es handelte sich eine Display-Werbung, die dem eigenen Profil gerecht wurde. Solche Anzeigen liest man beispielsweise in den neuen Suchmaschinen, die sich die eigenen Recherchen merken und so lernen, wofür man sich interessiert. Der Umstieg auf die Keyword basierte Display-Werbung bringt einen erheblichen Fortschritt, denn oft lesen User zum Beispiel erst Testberichte über ein neues Smartphone, dass sie vielleicht interessiert, und können durch das Verfahren schon bei den Berichten dazu passende Angebote sehen, wodurch spontane Käufe entstehen.

Saisonale Suchmaschinenoptimierung: Seiten sollten umgestellt werden

Seit einiger Zeit wird ein Trend in der Suchmaschinenoptimierung (SEO) immer wichtiger, den allerdings längst noch nicht alle Verkäufer im Netz beherzigen. So raten Experten Shops dazu, ihre Online-Präsenz saisonal umzustellen, denn einschlägige Auswertungen der großen Suchmaschinen, wie zum Beispiel Google, zeigen, dass sich die Keywords je nach Jahreszeit unterscheiden. Shopbetreiber, die noch nicht auf “Sommer-Modus” umgestellt haben, sollten dies demnach unbedingt noch erledigen.

Saisonale Auswertung: Statt Weihnachtsmann jetzt Spargel
Ab etwa November ist das Internet voll im Weihnachtsmodus: So werden beispielsweise Begriffe wie “Weihnachtsmann” oder “Weihnachtsrezepte” und “Geschenkideen” gesucht. Im Sommer steht den Menschen der Sinn logischerweise nach anderen Dingen. Ab etwa Mai wollen diese “Spargel” oder “billigen Urlaub am Meer” im Netz finden, um nur einige Beispiele zu nennen. Inzwischen lassen sich wenigstens zwei Saisons im Netz erkennen. Shops, deren statische Texte nicht allgemein gehalten sind, sondern sich an diese saisonalen Interessen der Suchmaschinen-Nutzer halten, erzielen nachweislich wesentlich bessere Ergebnisse. In Zukunft werde die saisonale Ausprägung zudem noch zunehmen, sind die Experten überzeugt. So gibt es schon jetzt erste Tendenzen, die ein steigendes Interesse an Frühlingsthemen erkennen lassen. Die Sommer-Saison geht noch etwa bis Mitte September. Wer seine Website noch nicht umgestellt hat, sollte dies unbedingt noch tun, so die SEO-Spezialisten, um sich keine Chancen entgehen zu lassen.

Die Umstellung auf die saisonale Website: Leichter als gedacht
Viele Unternehmen scheuen allerdings die Umstellung auf saisonalen Betrieb, weil sie viel Aufwand vermuten, der nicht lohnt. Diesbezüglich beruhigen die Experten: So müssten lediglich die statischen SEO-Texte getauscht und einige besondere Aktionen gestartet werden. Dies mache Anfang zwar etwas Arbeit, um die zusätzlichen Texte zu erstellen, lohne sich langfristig aber auf jeden Fall. Wer eine Newssparte unterhalte, könne die saisonale Umstellung zudem dadurch unterstützen, dass er einige Nachrichten poste, die zum aktuellen Suchverhalten der Nutzer passten. Der Erfolg werde diese Mühen auf jede Fall rechtfertigen.