Domainhandel: Sedo entwickelt Preisindex

Künftig wird es möglich sein, die Preisentwicklungen von Domains mittels eines Indexes zu verfolgen und auf diese Weise die Marktsituation besser einschätzen zu können. Das entsprechende Werkzeug, den “IDNX”, entwickelte der weltgrößte Domain-Handelsplatz Sedo in Zusammenarbeit mit dem bekannten Wissenschaftler Thies Lindenthal, der seine bisherigen Forschungen beispielsweise in Harvard und Berkeley betrieb.

Der Index beruht dabei auf dem Prinzip, mit dem auch die Wertentwicklungen von Aktien sichtbar gemacht werden. Dies bedeutet: Es ist durch die “Fieberkurve” zum einen möglich, die Entwicklungen einzelner Domains nachzuverfolgen, aber ebenso kann die gesamte Wertentwicklung aller Domains offenbar gemacht werden. Dem IDNX liegen dabei jedoch nicht nur die Handelsergebnisse (die erzielten Preise für verkaufte Domains) zugrunde. Er lässt auch die wirtschaftlichen Rahmendaten mit einfließen, unter denen die Preise erzielt worden. Dies bedeutet: Wenn zwei Domains zum selben Preis verkauft wurden, ist diejenige mehr Wert, die den Preis erzielte, als die rahmenwirtschaftlichen Voraussetzungen schwieriger waren.

Der Index soll Käufern und Verkäufern gleichermaßen helfen, die Marktsituation für den Domainhandel realistisch einzuschätzen. Ein Käufer erfährt durch den IDNX, ob die Zeiten günstig oder schlecht für ein Investment sind, werden der Verkäufer eine Hilfestellung erfährt, für welche Summe er seine Domain realistischerweise anbieten sollte.

Diese Fieberkurve für die Internetwirtschaft, wie Lindenthal seine Arbeit selbst taufte, brachte als eines der ersten Ergebnisse ans Licht, dass die Zeiten, um eine Domain zu verkaufen, nie besser als in diesem Jahr waren. Der INDX reicht bis ins Jahr 2005 zurück. Einen ersten Höhepunkt der Domainpreise terminiert der Index auf November 2007. Danach brachen die Preise um 34 Prozent ein. Bedingt war dies vor allem auch durch die heraufziehende Wirtschaftskrise. Dann allerdings erholten sich die Preise wieder und fanden ihren absoluten Hochpunkt im Mai 2011. Derzeit bewegen sich die Preise etwa zehn Prozent unter diesem absoluten Hochpunkt. Mit Spannung wird erwartet, wie sich das Handelsgeschehen im Jahr 2012 entwickelt, wenn die new Top Level Domains ans Netz gehen, wodurch das Angebot auf den Handelsplätzen dramatisch in die Höhe schießen wird. Steigendes Angebot führt gewöhnlich zu sinkenden Preisen.

Blogeintrag Philipp Reisener

Suchmaschinenmarketing: Erreichen Sie Ihre Kunden mit richtiger Ansprache

Internet ist schließlich international, denkt sich manch SEM-Manager, und Hauptsache, die richtigen Keywords stehen auf unserer Webseite. Dann werden sich schon genug Besucher finden, damit es sich am Ende rechnet. Ein verhängnisvoller Irrtum, findet Philipp Reisener. SEM ist immerhin im Online-Marketing eines der kapital-, aber auch umsatzintensivsten Instrumente. Wenn Sie mit Ihrer teuren Suchmaschinen-Werbung wirklich Leads generieren möchten, müssen Sie zielgerichtet vorgehen.

SEM-Sünden

Auch das SEM-Potenzial wird durch Suchanfragen bestimmt, denn Ihre Anzeige taucht auf den Seiten auf, die auf die von Ihnen vorgegebenen Keywords optimiert sind. Oder um es einfacher zu sagen: Wenn Sie Wein verkaufen, taucht Ihre Anzeige auf Themenseiten zu Wein, nicht zu Baumärkten auf. Das wollen Sie schließlich selbst so. Es kommt also auch bei SEM neben dem finanziellen Einsatz auf keywordoptimierte Seiten an. Wenn hier Grundlagen der SEO nicht beachtet werden, wird Ihre Werbung schlicht zu teuer oder erreicht die von Ihnen anvisierte Zielgruppe zu selten.
Woran erkennen Sie lässliche Sünden im SEM?

-Alle Ihre Keywords entsprechen dem Match-Type Broad (weitgehend), sie stellen eine Sammlung aller möglichen Produktbegriffe dar – zu allgemein. Ihre Konkurrenz listet die gleichen Begriffe, Sie gehen im Anzeigenmeer unter oder bezahlen zu viel für eine gute Platzierung.
-Anzeigengruppen sind mit vielen, aber nicht zielgerichteten Keywords bestückt, eins wird schon passen – siehe vorheriger Punkt. Kunden suchen anders. Sie verknüpfen zum Beispiel den Suchbegriff mit ihrer Region.
-Abwechslung stellen Sie durch fremdsprachige Begriffe und ganze Texte her, bis zur Schaltung eines deutschen Textes in Frankreich. Google übersetzt das zwar, aber Kunden werden abgeschreckt. Die Google-Übersetzungen sind (noch) völlig unzulänglich.
-Verlinkungen führen nur zur Startseite, von dort aus soll der Kunde selber suchen. Was, wenn das gesuchte Produkt auf einer Ihrer Unterseiten zu finden ist? Ein Klick hätte dem Kunden genügt.

Und das Ergebnis?

Am Ende des Monats hatten Sie viele (bezahlte) Impressionen, wenig bis keine Leads, kaum Kundschaft. Sie haben für die wenigen Kunden zu viel bezahlt. Eine Kampagnenauswertung / Conversions-Tracking wird oft nicht vorgenommen, deren Details hätte Ihnen jedoch viel Potenzial aufgezeigt. Manch Webmaster oder SEM-Manager denkt sich, das wird sich schon irgendwann rentieren. Nein, wird es nicht.
Fazit: Wenn Sie durch SEM kein Geld verbrennen wollen, müssen die Tools zur Keywordauswahl richtig genutzt werden. Betreiben Sie SEM unter dem Blickwinkel der SEO, tun Sie so, als hätten Sie gar kein Geld für Werbung im Netz zur Verfügung, als müsste allein durch On-Page-Optimierung Ihre Seite ganz weit vorn stehen. Wenn Sie diese Arbeitsweise mit einem gut kalkulierten und kontrollierten Werbebudget verknüpfen, könnte der Erfolg durchschlagend sein.

Tipps zum Suchmaschinenmarketing

Adwords-Optimierung: Dinge bewegen, Menschen erreichen

Google Adwords ist ein effektiver Weg zum erfolgreichen Online-Marketing. Bereits kleine, gezielte Veränderungen Ihrer Adwords-Kampagnen können dabei große Wirkung bei Ihren Zielgruppen haben. Im nachfolgenden finden Sie grundlegende Punkte auf die Sie achten sollten, wenn Sie eine Adwords-Kampagne verwalten, optimieren und effektiv aussteuern möchten.

Optimale Budgetierung

Die optimale Bugedetierung Ihrer Adwords-Kampagne beginnt mit einem Skribbel: Halten Sie diejenigen Produkte, Dienstleistungen und Services fest, die Sie bewerben möchten. Im nächsten Schritt sollten Sie diese gut organisieren und strukturieren. Google Adwords bietet Ihnen dazu die Möglichkeit hierarchisch auf Kampagnen-, Anzeigengruppen- und anzeigenebene jedes Ihrer Produkte spezifisch mit bestimmten Keywords und Geboten zu bewerben. Ihr Vorteil: Streuverlust im Marketing minimieren und Kosten optimieren.

Zielgruppengenaue Ansprache

Sie kennen die Bedürfnisse Ihrer Kunden am besten: Doch denken Sie auch, wie Ihre Zielgruppe spricht? Buzzwords und Branchentermina zeigen Ihre Kompetenz, machen Ihre Leistung für Kunden jedoch oft auch intransparent und nicht verständlich. Die Folge: Potenzielle Kunden sind abgeschreckt. Bei Glück wenden Sie sich mit ihren Fragen an Sie. Bei weniger Glück wenden sie sich an Ihre Konkurrenz und lassen sich von einem anderen Dienstleister offene Fragen beantworten. Im schlechtesten Fall, finden Ihre Kunden Sie erst gar nicht im Internet. In der Offline-Kommunikation von Mensch zu Mensch würde man dazu sagen: “Die Beiden reden aneinander vorbei.” Wenig effektiv, finden Sie nicht auch? Anzeigentexte und Landingpages sollten daher immer zielgruppennah gestaltet und betextet werden. Ihr Vorteil: Sie zeigen die Relevanz von Angebot und Nachfrage, befriedigen Bedürfnisse, wecken Bedarf und schaffen Kundenbeziehungen.

Qualität vor Quantität

Eine hohe Anzahl an Keywords verhilft zu vielen Klicks. Viele Klicks bedeuten hohe Besucherzahlen, jedoch gleichzeitig auch oftmals hohe Kosten. Um die Effektivität und Effizienz einer Adwords-Kampagne zu beurteilen, sollten Sie das sogenannte Conversion-Tracking installieren. So behalten Sie volle Transparenz und Kontrolle über die Höhe der Conversion-Rate und können Keywords die nur Kosten jedoch keinen Umsatz erwirtschaften jederzeit “ausschließen” oder “pausieren”.

Der Schlüssel zum Erfolg in Suchmaschinen-Marketing sind diejenigen Schlüsselwörter, die sorgfältig recherchiert werden, mit Struktur Ihren Anzeigen zugeordnet sind und einem guten Qualitätsfaktor von 7 – 10 besitzen. Ihr Vorteil: Minimierte Cost-per-Click und maximale Relevanz von Nutzeranfrage, Anzeige und Landingpage.

Zeit statt Geld investieren

Behalten Sie das Kosten-Leistungsverhältnis Ihrer Kampagnen stetig im Blick. Anhand des ROI ermitteln Sie, wie effizient Ihrer Adwords-Kampagne ist. Häufig verhilft nicht mehr Budget auch zu mehr Gewinn. Beobachten Sie Ihre Kampagne aufmerksam und analysieren Sie Ihre Google-Adwords-Anzeigen fortlaufend, um ein optimales Verhältnis zwischen Kosten und Ertrag zu erzielen.

Flexibilität und USP bei Internetseiten

Im Bereich der Internetpräsenz ist Flexibilität das oberste Gebot. Eine Internetseite, die gerade noch als innovativ und spannend von den Usern wahrgenommen wurde, weil sie eine interessante graphische Gestaltung aufweist, Farben, die man als “besonders” wahrnimmt, kann morgen schon als veraltet gelten. Die User von heute sind schnell gelangweilt, setzen sich auch nicht unbedingt mit komplexen Inhalten auseinander, sondern wollen im Grunde gut unterhalten werden und nebenbei auch etwas über die Produkte oder Dienstleistungen erfahren.

Um als Anbieter erfolgreich sein zu können, muss man die Konkurrenz genau beobachten, Trends erkennen und manchmal auch den Mut haben, diesen entgegengesetzt zu agieren. Gerade das Überraschende, und dies kann manchmal auch etwas sein, das die Grenzen des guten Geschmacks überschreitet oder zumindest streift, wird sich oft mehr einprägen, als etwas Gefälliges, das man zwar als “schön” wahrnimmt, das aber nicht haften bleibt.

Wenn man eine interessante Homepage bzw. einen Online Shop ins Netz stellen will, die bzw. der den potentiellen Kunden wirklich neugierig auf mehr macht, sollte man sich des Elements der Überraschung und des “habe ich so noch nie gesehen” bedienen. Beliebt ist zum Beispiel ein Eingang, also ein anzuklickendes Element, das den Besucher eines Online Shops wie in einen Labyrinth geleitet. Der Eingang selbst muss aber schon so gestaltet sein, dass er wirklich Neugier erweckt.

Dennoch muss man sich auch vor einem Zuviel an Ungewöhnlichem hüten, muss den Inhalten eine klare Struktur verleihen. Ein “Hin und Her” wird schnell als verwirrend und somit ärgerlich wahrgenommen, und der Kunde wendet sich entnervt ab. Die Kunst besteht also darin, einen wirklichen Lockruf abzusetzen, etwas zu versprechen, das neu und besonders ist, die Seite dann aber den Regeln der Nachvollziehbarkeit und Übersichtlichkeit folgend zu gestalten. Wer hat gesagt, dass Werbung ein einfaches Feld ist? Genau das ist sie natürlich nicht, und in dem wahren Dschungel von Angeboten bestehen zu können, den das Internet darstellt, setzt Fachwissen, Kreativität und eben auch Mut, neue Wege zu gehen, aber auch die Regeln der “Achtsamkeit” zu kennen, voraus. Daran führt kein Weg vorbei, wenn man sich gegen die weltweite Konkurrenz durchsetzen will. Tradition gilt nur bedingt etwas, sie bezieht sich eher auf die Qualität der Produkte, weniger auf deren Präsentation.